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Judenstern für 60 Euro zu kaufen: Internet-Portal entschuldigt sich

Judenstern für 60 Euro zu kaufen: Internet-Portal entschuldigt sich
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Von Alexandra Leistner
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Die französische Internetseite "leboncoin" hat sich offiziell für die Anzeigen entschuldigt, "sie hätten niemals veröffentlicht werden dürfen".

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Das französische Internetverkaufsportal leboncoin hat sich offiziell für Anzeigen entschuldigt, in denen ein Verkäufer Judensterne und eine Nazi-Armbinde anbot. 60 Euro verlangte der Urheber für die gelben Sterne aus Stoff, die Juden während des Zweiten Welkriegs auf der linken Brustseite tragen mussten.

Auch eine kleinere Version wurde als "Judenstern für Kinder" und eine Nazi-Armbinde mit Hakenkreuz, beides für 60 Euro, angeboten.

Die Stiftung BNVCA gegen Anitsemitismus erklärte am Sonntag, 14. Januar, sie werde gegen das Internetportal Klage einreichen. Man sei von Internetnutzern über die Anzeigen informiert worden, so der Präsident der Stiftung gegenüber France Info. Man habe zudem die Absicht, auch das Innenministerium über den Fall in Kenntnis zu setzen.

Der Generalsekretär der Organisation nannte es "irrsinnig", dass die Anzeigen überhaupt veröffentlicht werden konnten.

Auf dem Portal leboncoin können Privatpersonen gratis Kleinanzeigen veröffentlichen. In Frankreich ist die Seite extrem beliebt: Nach Angaben des Unternehmens werden täglich rund 800.000 Angebote und Gesuche geschaltet.

In einem Tweet entschuldigte sich der Direktor des Unternehmens. Die Anzeigen seien bedauerlicherweise bei den üblichen Kontrollen übersehen worden. Man behalte sich das Recht vor, rechtliche Schritte gegen die verantwortliche Person einzuleiten. "Ich möchte mich bei all denen entschuldigen, die wie ich geschockt waren", schrieb Antoine Jouteau in seiner Stellungnahme.

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