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Ankara attackiert Den Haag: "Zentrum extremistischer Bewegungen"

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Von Euronews mit dpa
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Die Armenien-Resolution des niederländischen Parlaments am Donnerstag hat das Verhältnis zwischen Ankara und Den Haag weiter verschlechtert - obwohl dies kaum noch möglich war. Bereits Anfang des Monats hatten die Niederlande ihren Botschafter aus der Türkei abberufen.

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Die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern durch das niederländische Parlament hat diplomatische Spannungen verursacht. Das türkische Außenministerium bestellte aus Protest gegen den Beschluss den Geschäftsträger der Niederlande ein.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu warf Den Haag "Populismus" vor: "Unglücklicherweise verdeutlicht die Entscheidung, dass Rassismus, Anti-türkische Stömungen und Islamfeindlichkeit in Europa auf dem Vormarsch sind. Die Niederlande sind das Zentrum dieser extremistischen Bewegungen."

Die niederländischen Abgeordneten hatten am Donnerstag mit großer Mehrheit für die Einstufung des Vorgehens gegen die Armenier im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs als Völkermord gestimmt.

Die Regierung in Den Haag bezeichnete die türkische Reaktion als erwartbar. Das Verhältnis beider Länder ist angespannt, seit die Niederlande im vergangenen Jahr Wahlkampfauftritte türkischer Minister untersagt hatten. Anfang Februar zog Den Haag schließlich seinen Botschafter aus der Türkei ab.In Erwartung des niederländischen Genozid-Beschlusses hatte Ankara bereits in der vergangenen Woche den niederländischen Geschäftsträger einbestellt.

Auch gegen die Einstufung der Massaker als Völkermord durch den deutschen Bundestag im Juni 2016 hatte die türkische Regierung heftig protestiert.

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