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Mord an Mireille Knoll (85): Tut Europa genug gegen Antisemitismus?

Mord an Mireille Knoll (85): Tut Europa genug gegen Antisemitismus?
Copyright REUTERS/Clotaire Achi
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Von Olivier Peguy mit AFP
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Nach dem Mord an der Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll fragen sich viele, ob Europa genug tut gegen Antisemitismus.

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Die Enkelin der in Paris ermordeten Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll beklagt nach dem Tod der Großmutter den mangelnden Kampf gegen Antisemitismus in Frankreich.

Jessica Knoll lebt in Herzlia in Israel, sie sagt: "Es ist ein bekanntes Problem, das als solches angegangen werden müsste. Aber die Franzosen wissen nicht WIE. Sie sollten aufhören, sich in Ausreden zu flüchten."

In den vergangenen Monaten hatte es mehrere antisemitische Angriffe in Frankreich gegeben.

Aber sogar in Deutschland tritt die extreme Rechte mit antisemitischen Parolen immer offener auf.

2012 hatte Mohammed Merah mit islamistischen Motiven auch eine jüdische Schule in Toulouse attackiert.

2014 folgte ein Anschlag auf das Jüdische Museum in der belgischen Hauptstadt.

Experten sehen das Internet als ein Problem. Oft wird auch Kritik an der Politik Israels mit Antisemitismus vermischt - und Fake News machen vieles noch schwieriger.

Avi Tawil, Direktor des European Jewish Community Centre in Brüssel, sagt:

"Das Problem der Fake News und der Verschwörungstheorien ist so schlimm, dass sogar neutrale Leute skeptische geworden sind. Antisemitische Angriffe weden nicht gleich als solche verurteilt, weil nicht sicher ist, ob was berichtet wird, auch stimmt."

In Frankreich hat die Regierung jetzt versprochen, aktiv gegen Antisemitismus vorzugehen.

Premierminister Edouard Philippe erklärte, Frankreich werde auf europäischer Ebene eine Gesetzesinitiave voranbringen, die Internetanbieter dazu zwingt, rassistische oder antisemitische Inhalte schnell zu löschen.

Laut einer im vergangenen November veröffentlichten Studie versuchen Regierungen überall in Europa, gegen antisemitische Angriffe vorzugehen.

Journalist • Kirsten Ripper

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