Gasmaske griffbereit: Dicke Luft in Volokolamsk

Gasmaske griffbereit: Dicke Luft in Volokolamsk
Von Andrea Büring mit reuters
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Schwindelgefühle und Nasenbluten: 57 Schulkinder mussten in der vergangenen Woche im Krankenhaus behandelt werden.

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Volokolamsk bei Moskau ist seit etwa einer Woche das Zentrum erbitterter Umweltproteste. Tausende Demonstranten verlangen die Schließung einer Müllhalde am Ortsrand.

Auslöser war die Erkrankung von Dutzenden Schulkindern, die mit den Symptonen einer Gasvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten. Sie klagten über Schwindel, Ohnmachtsanfälle, Hautausschläge und Atemwegsbeschwerden.

Viele hätten sich zu Hause übergeben oder Nasenbluten gehabt. Sie seien trotzdem nicht zum Arzt gegangen, erinnert sich der Demonstrant Dennis Yermichew.

Müll aus Moskau

Jahrzehntelang störte sich niemand an der Yadrovo-Müllkippe. Doch seit einem halben Jahr wird dort auch Müll aus Moskau entsorgt.

Yevgenia Shishova làsst ihrer Wut freien Lauf. Sie sagt, "wir haben vier Labore in der Stadt. Denenzufolge ist alles unbedenklich und innerhalb der erlaubten Höchstwerte. Aber wir hier sind am Ersticken."

Mehrere Menschen sind bereits weggezogen. Der Geruch von Benzin und Schwefel war für sie nicht mehr zu ertragen.

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