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Air France-KLM stürzt an der Börse ab

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Air France-KLM stürzt an der Börse ab

Ein Air France-Flugzeug
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REUTERS/Christian Hartmann/File Photo
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Die Krise bei der Fluggesellschaft Air France verschärft sich. Nach der Rücktrittsankündigung von Konzernchef Jean-Marc Janaillac ist die Aktie von Air France-KLM an der Pariser Börse drastisch abgerutscht. Über 14 Prozent ging es am Wochenbeginn im frühen Handel runter. Es ist für die Fluggesellschaft der größte Ein-Tages-Rückgang in einem Jahrzehnt.

Konzernchef Janaillac hatte seinen Rücktritt am Freitag angekündigt, nachdem er im Tarifkonflikt mit den Air France-Beschäftigten eine schwere Schlappe erlitten hatte.

In einer Mitarbeiterbefragung stimmte eine Mehrheit gegen den jüngsten Gehaltsvorschlag des Managements. Daraufhin legten die Beschäftigten zum Wochenbeginn erneut ihre Arbeit nieder, rund 15 Prozent der Verbindungen mussten gestrichen werden.

Es ist ein Tarifkonflikt, der sich seit Monaten hinzieht und die Fluggesellschaft in Schwierigkeiten bringt: "Air France ist anfällig, aber das gilt auch für alle anderen Fluggesellschaften, weil die Gewinnspanne sehr klein ist“, sagt Luftfahrtexperte Gérard Feldzer. "Ein andauernder Konflikt wie dieser bedeutet Kundenverluste. Die Kunden dann wieder zurückzuholen, ist sehr schwierig."

Die Flugausfälle haben Air France-KLM nach eigenen Angaben mindestens 300 Millionen Euro gekostet. An insgesamt 14 Streiktagen musste der Konzern Verbindungen ausfallen lassen. Am Mittwoch tritt der Verwaltungsrat des Konzerns zusammen, dann will Janaillac seinen Rücktritt offiziell einreichen.

Die Gewerkschaften fordern für die Air-France-Beschäftigten eine sofortige Gehaltserhöhung um 5,1 Prozent, nachdem der Konzern seinen Gewinn im letzten Jahr kräftig gesteigert hatte. Die Schwester-Airline KLM ist von dem Tarifkonflikt nicht betroffen.