EventsVeranstaltungenPodcast
Loader

Finden Sie uns

WERBUNG

Weinstein, Netflix & Co.: Spannende Themen bei den Filmfestspielen von Cannes

Cate Blanchett eröffnete die 71. Filmfestspiele von Cannes.
Cate Blanchett eröffnete die 71. Filmfestspiele von Cannes. Copyright REUTERS/Stephane Mahe
Copyright REUTERS/Stephane Mahe
Von Philipp Lippert
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Der Weinstein-Skandal, der Boykott von Netflix und viele neue Namen. Die Filmfestspiele von Cannes sind in diesem Jahr besonders spannend für Kritiker.

WERBUNG

Scheinwerfer an und Bühne frei für die Schauspielerin Cate Blanchett. Gemeinsam mit dem Regisseur Martin Scorsese hat sie am Dienstag die Filmfestspiele von Cannes eröffnet.

Ohne Weinstein, dafür mit vielen neuen Namen

Die Filmauswahl bietet dieses Jahr nur wenige bekannte Namen. Das hat auch Robbie Collin überrascht, Filmkritiker bei der britischen Zeitung "The Telegraph": "Kritiker und häufige Besucher des Filmfestivals hatten eine bestimmte Auswahl an Namen erwartet wie Mike Leigh und Paolo Sorrentino. Stattdessen ist der Wettbewerb voll mit neuen Namen, die nicht einmal weltweiten Kinofans unbedingt ein Begriff sind. Das macht den Wettbewerb zu unbekanntem Gebiet. Aber das bedeutet auch, dass er unheimlich spannend ist."

Einer, der sonst immer auf dem roten Teppich steht, wird nicht kommen: Harvey Weinstein. Lange Zeit war Cannes der Ort, wo seine Filme gefeiert wurden. Dutzende Frauen werfen ihm sexuelle Belästigung vor. Die Folge: Weistein fehlt in Cannes, dafür gibt es eine Hotline bei dem Festival. Besucher können dort anrufen und Fehlverhalten melden. Mit Spannung wird deshalb beobachtet wie das Filmfestival auf die Me-Too-Bewegung reagiert, die durch Weinstein ausgelöst wurde.

Netflix boykottiert Cannes

Ein weiteres Thema ist, dass der Streamingdienst Netflix das Festival boykottiert. Denn eine neue Regel erlaubt es nur Filmen, die in Frankreich im Kino waren, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Damit verbunden ist allerdings eine dreijährige Streaming-Sperre - weshalb eine Teilnahme für Netflix keinen Sinn mehr macht. Außerdem bestehen Bedenken, dass Cannes möglicherweise seine Besonderheit verliert.

"Die gesamte Filmindustrie durchlebt gerade eine sehr besondere Phase. All diese Themen, die derzeit aktuell sind, offenbaren sich auf eine bestimmte Weise hier zuerst, auf alle wird hier zuerst eingegangen", sagt Filmkritiker Robbie Collin.

Insgesamt 21 Streifen konkurrieren um die begehrte Goldene Palme. Am 19. Mai enden die Filmfestspiele von Cannes.

Die Eröffnungszeremonie der 71. Filmfestspiele von Cannes
Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Goldene Palme geht nach Japan

Cannes: Auch Palästina und Saudi-Arabien sind dabei

Netflix in Cannes nicht dabei