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Kiew statt Moskau: Nach Shitstorm zieht Lufthansa WM-Clip zurück

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Kiew statt Moskau: Nach Shitstorm zieht Lufthansa WM-Clip zurück

Kiew statt Moskau: Nach Shitstorm zieht Lufthansa WM-Clip zurück
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REUTERS/Michaela Rehle/File Photo
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Nach einem Shitstorm im Internet hat sich Lufthansa entschuldigt und einen umstrittenen Clip gelöscht. In dem Werbespot für Flüge zur Fußball-WM nach Moskau war nicht die russische, sondern ausgerechnet die ukrainische Hauptstadt Kiew zu sehen.

Die deutsche Airline entschuldigte sich an diesem Monat: "Wir haben in den ersten Kommentaren gesehen, dass dies in dem konkreten Fall die Gefühle einiger Nutzer verletzt hat". Das Video ist auf Youtube und Facebook gesperrt worden.

Der in die Kritik geratene Clip zeigte zwei deutsche Fußballfans - angeblich in Moskau -, die für eine Verteidigung des WM-Titels alles genauso machen wollen wie 2014 in Brasilien - Treffen mit Einheimischen und Chillen am Strand inklusive. Als Kulisse dienten aber eine Kirche und andere Straßenszenen aus Kiew.

Die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland sind konfliktbeladen, seit Russland 2014 die Halbinsel Krim annektiert hat und einen verdeckten Krieg in der Ostukraine führt.

"Der Film wurde aus logistischen Gründen in der Ukraine gedreht", teilte die Lufthansa in Frankfurt mit. Dies sei bei Spiel- und Werbefilmen durchaus üblich. "Es geht darum, welche Vorstellung der Zuschauer von einem Ort hat." Dass die Zuschauer durchaus über internationale Konflikte informiert sind, hat die Lufthansa im internationalen Echo erfahren...