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Eilmeldung

56 Festnahmen bei Hells-Angels-Razzia

Hells Angel
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REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo
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Sicherheitskräfte in Portugal haben bei einer landesweiten Operation mehrere Dutzend mutmaßliche Mitglieder der Rockergruppe Hells Angels festgenommen. Unter ihnen sind nach Angaben der Justizpolizei vier Deutsche und ein Finne.

Die Vorwürfe lauten auf versuchten Mord, Raub, Bildung einer kriminellen Vereinigung und Förderung der Prostitution.

Das Hells Angels Charter Portugal, das sich im Jahr 2002 gebildet hatte, kommentierte die von der Justipolizei geleiteten Ermittlungen nicht.

Ermittlungsleiterin Manuela Santos von der Justizpolizei zog Bilanz: "Wir konnten 56 Verdächtige in Gewahrsam nehmen, darunter Deutsche und Finnen. Wir haben ferner Europäische Haftbefehle ausgestellt und warten auf die Festnahmen von weiteren Personen, die in Portugal leben, sich aber nicht hier aufgehalten haben."

Wie hier in Faro an der Algarve wurden landesweit 80 Objekte durchsucht. Einige der per Haftbefehl Gesuchten werden von der Justizpolizei als "extrem gefährlich" eingestuft.

Anlass für die Durchsuchungen war ein mutmaßlicher Überfall von Hells Angels auf Mitglieder des rivalisierenden Motorradklubs "Red and Gold" im März. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Die Behörden vermuten als Motiv Verteilungskämpfe im Bereich Organisierter Kriminalität.

Die landesweite Razzia ereignete sich eine Woche vor einem internationalen Treffen zahlreicher Motorradklubs in Faro.