Nach Treffen mit Putin: Trump weiter im Kreuzfeuer

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Von Jule Scharr mit dpa, reuters, afp
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Dass er sich in Helsinki zur Rolle Russlands im US-Wahlkampf nur versprochen habe, kaufen Trump viele nicht ab.

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Nach seinem Auftritt in Helsinki bemüht sich Donald Trump um Schadensbegrenzung. Alles nur ein Missverständnis, Russland habe die US-Wahl manipuliert. Und das habe er auch so sagen wollen. Doch die Kritik bleibt.

Den Versprecher kaufen Trump viele nicht ab. Und so sehen sich nicht wenige Parteifreunde genötigt, sich öffentlich zu rechtfertigen – und auf Distanz zu Kremlchef Wladimir Putin zu gehen.

Moskau teile weder die Werte noch die Interessen der USA, sagte Paul Ryan, Republikaner und Sprecher des Repräsentantenhauses. Er stellte erneut klar: "Wir haben gerade eine einjährige Untersuchung zur Einmischung Russlands in unsere Wahlen durchgeführt. Moskau hat Einfluss auf die Abstimmung genommen. Daran gibt es keinen Zweifel." 

Demokraten fordern Offenlegung der Helsinki-Gespräche

Das hätte Trump Putin so ins Gesicht sagen müssen, so die Demokraten. Sie wollen wissen, was in Helsinki hinter verschlossenen Türen besprochen wurde.

Nancy Pelosi, demokratische Minderheitsführerin im Repräsentantenhaus, hat einen Verdacht: "Statt für unsere demokratischen Werte einzustehen, ist Präsident Trump vor Putin herumgekrochen und die ganze Welt hat zugesehen. Das beweist doch, dass die Russen etwas gegen ihn in der Hand haben müssen – persönlich, politisch oder finanziell.“

"Captain America"-Star Chris Evans nannte Trump eine Marionette Putins. Dass er dessen Worten mehr Glauben schenke als seinen eigenen Geheimdiensten, sei unamerikanisch.

"Präsident Trump, ich habe gerade Ihre Pressekonferenz mit Putin gesehen und es war peinlich. Sie standen da wie eine kleiner Dummkopf“, teilte Arnold Schwarzenegger aus.

Mitterweile hat Donald Trump auf Twitter zum Gegenschlag ausgeholt. Wirklich intelligente Leute hätten die Pressekonferenz mit Putin in Helsinki geschätzt. Es seien viele wichtige Themen besprochen worden, große Ergebnisse würden folgen. 

Weitere Quellen • Hans Nichols/NBC News

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