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Krebs durch Glyphosat: Monsanto soll 289 Millionen US-Dollar zahlen

Krebs durch Glyphosat: Monsanto soll 289 Millionen US-Dollar zahlen
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Das Urteil nach vierwöchigem Prozess in San Francisco: Die Bayer-Tochter Monsanto muss nach einem Prozess um den Unkrautvernichter Roundup und den Wirkstoff Glyphosat 289 Millionen US-Dollar zahlen.

Ich bin froh, meinen Beitrag leisten zu können.

Dewayne Johnson Kläger gegen Monsanto

"Nicht ausreichend informiert"

Das Unternehmen habe nicht ausreichend vor den Risiken seines Produkts gewarnt, so das Gericht. Geklagt hatte der am Krebs erkrankte Dewayne Johnson. Der äußerte sich nach der Urteilsverkündung zufrieden:

"Ich bin froh hier zu sein und einen Beitrag leisten zu können. Diese Sache ist sehr viel größer als ich. Hoffentlich kann ich helfen, damit sie die Aufmerksamkeit bekommt, die sie braucht, damit die Menschen gute Entscheidungen treffen können."

Monsanto hält an Roundup fest

In einer Stellungnahme teilte Monsanto mit, man habe zwar Mitgefühl mit dem Kläger, werde das Produkt aber auch weiterhin verteidigen. Vize-Präsident Scott Partridge: "Das heutige Urteil änder nichts an dem überwältigenden wissenschaftlichen Beweis und an den 40 Jahren, die Glyphosat sicher zur Anwendung kommt, überall in der Welt. Es ist das meistgenutzte Herbizid, man hat da etwas gründlich missverstanden."

Der Prozessausgang könnte wegweisend sein für die zahlreichen weitere Verfahren. Der jetzige Fall war zuerst verhandelt worden, weil Kläger Johnson bereits im Sterben liegt und deshalb in Kalifornien Anrecht auf einen schnelleren Prozessbeginn hatte. Er hatte vor seiner Krebserkrankung als Platzwart einer Schule mit Monsantos Unkrautvernichtern hantiert.