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Angst vorm Fuchs: Schildkrötenbabies auf Zypern erhalten Schutz

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Angst vorm Fuchs: Schildkrötenbabies auf Zypern erhalten Schutz

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In dieser Bucht findet ein Wettlauf statt, ein Wettlauf ums Überleben. Denn hier auf Zypern schlüpfen im Sommer kleine Meeresschildkröten - und die müssen nach dem Abstreifen der Eierschale so schnell wie möglich ins offene Meer. Möglichst ohne dabei gefressen zu werden.

Programm zum Schutz der Schildkröten

Die gefährdeten Tiere werden geschützt - und die Maßnahmen zeigen Erfolge. "Der Grund, warum wir wieder mehr Unechte Karettschildkröten und Grüne Meeresschildkröten sehen, ist, dass wir die Nester von Anfang an beschützt haben. Wir haben sie gegen Füchse verteidigt und so können jetzt sehr viel mehr frisch geschlüpfte Tiere das Wasser erreichen", so Andreas Demetropoulos vom Schutzprogramm.

Wer die Fuchsgefahr überstanden hat, für den gibt es Geburtsthilfe per Schaufel. Denn sich selbst aus dem Sand an die Oberfläche zu graben, das kostet die Tiere Kraft und Zeit. Beides aber brauchen sie für den gefährlichsten Teil des Weges über den Sand. Denn auf dem Weg zum Meer lauern weitere Gefahren - zum Beispiel hungrige Seevögel.

Bejagt bis zur Ausrottung

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren beide Schildkrötenarten und viele andere fast bis zur Ausrottung bejagt worden. Das Schutzprogramm auf Zypern begann im Jahr 1987 mit damals nur 300 Nestern insgesamt.