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Genua: Hoffen auf ein Wunder

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Genua: Hoffen auf ein Wunder

Genua: Hoffen auf ein Wunder
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Die Rettungskräfte in Genua suchen mit Hochdruck nach möglichen weiteren Überlebenden des Brückeneinsturzes. Nach Angaben der Präfektur sind bislang 38 Todesopfer bekannt.

Euronews-Reporter Luca Rovinalti sagt: „Hinter mir liegt die Morandi-Brücke. Die Bewohner der Gebäude unterhalb der Brücke werden nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Mehr als 660 Menschen und mehr als 300 Familien sind betroffen."

Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte über die Hafenstadt den Notstand verhängt und Soforthilfen in Höhe von fünf Millionen Euro bewilligt.

„Es ist eine Schande", sagt dieser Mann. „Die Bewohner dieser Gegend, die am meisten leiden, sind ältere Menschen. Es gibt hier auch ein paar junge Leute, aber nur wenige. Bei uns in der Gegend lebten 24 Familien. Uns wurde gesagt: Bereiten Sie sich vor, es könnte sein, dass sie hier wegmüssen. Es besteht die Gefahr, dass noch ein Brückenpfeiler zusammenbricht."

Um die Betroffenen zu versorgen und den Wiederaufbau zu leiten, will die Regierung einen Sonderbeauftragten benennen. Renato Falcidia, Mitglied des Stadtrates von Genua, sagt:

„Die Menschen brauchen insbesondere in den Stunden nach dem Unglück körperliche und seelische Unterstützung. Man sieht, dass sie mitgenommen sind, sie stehen immer noch unter Schock. Die Behörden in Genua arbeiten einen Plan aus, um diesen Menschen für einen längeren Zeitraum Unterkünfte zu bieten, denn sie können ja nicht in ihrer Häuser zurück."

Italiens Regierung weist dem Straßenbetreiber die Verantwortung für den Einsturz zu und will erreichen, dass dem Unternehmen die Berechtigung für den Betrieb der betroffenen Autobahn entzogen wird. Das Bauwerk war am Dienstag während eines Unwetters mit starken Regenfällen teils zusammengebrochen.