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Atomdeal: Teheran macht Europäern Druck

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Atomdeal: Teheran macht Europäern Druck

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Rund drei Monate nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal fordert der Iran mehr Anstrengungen der Europäer zum Erhalt des Vertrags.

Außenminister Dschawad Sarif warf Deutschland, Frankreich und Großbritannien vor, bisher zwar viel geredet aber kaum konkrete Schritte unternommen zu haben.

Europa sei offenbar noch nicht bereit, den Preis für das wichtige Sicherheitsabkommen zu zahlen und den USA die Stirn zu bieten, sagte Sarif einer iranischen Nachrichtenagentur.

US-Präsident Donald Trump hatte das Atomabkommen im Mai aufgekündigt und die Wiedereinführung von Sanktionen eingeleitet.

Die europäischen Vertragspartner versprachen, an der Abmachung festzuhalten, den Handel mit Teheran auszubauen und so den Schaden zu begrenzen. Dennoch haben sich bereits zahlreiche europäische Unternehmen aus dem Iran zurückgezogen.

Ab November sollen die US-Strafmaßnahmen auch die Ölindustrie des Landes treffen. Doch vom Platz des drittgrößten Ölförderers innerhalb der OPEC werde man sich nicht verdrängen lassen, hieß es nun aus Teheran.

Kein Land habe das Recht Teile der iranischen Förderquote des Iran zu übernehmen. Zuletzt hatte Irans Erzrivale Saudi-Arabien angekündigt, im Falle eines Versorgungsengpasses seine Ölproduktion hochzufahren.