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Schwein gehabt - Briefmarken versprechen Abkehr von Chinas 1-Kind-Politik

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Schwein gehabt - Briefmarken versprechen Abkehr von Chinas 1-Kind-Politik

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China hat ein Nachwuchsproblem - Folge der 35 Jahre andauernden Ein-Kind-Politik. In den 70erJahren hatte China eine Bevölkerungsexplosion und kam gleichzeitig mit der Nahrungsmittelversorgung nicht hinterher. Jetzt aber wächst der Druck auf Peking, die Geburtenkontrolle völlig abzuschaffen, seit 2015 durften Chinesen schon zwei Kinder haben. Die Lockerung hat aber nicht gefruchtet, die Geburtenrate sinkt weiter.

Rentenlücke auf Chinesisch - die demografische Bombe tickt

Aber etwa ein Viertel der Bevölkerung wird 2030 mindestens 60 Jahre alt sein, die demografische Bombe tickt, China rechnet für 2050 mit einem Drittel der Bevölkerung in Rente. Zugleich zeichnet sich ein Arbeitskräftemangel ab, der nicht nur die Versorgung der Alten in Frage stellt, sondern auch die hochgesteckten Wachstumspläne der Führung aushebeln könnte.

Wachstumspläne sind gefährdet

Die Spekulationen über eine völlige Aufhebung der Geburtenkontrolle wurden nun durch neue Briefmarken befeuert, die anlässlich des chinesischen Jahres des Schweins herausgegeben wurden: die Marken zeigen eine Schweinefamilie mit mehreren Frischlingen.

Zeichen für Aufhebung der Geburtenkontrolle mehren sich

In regierungskontrollierten Medien wird die Abschaffung der hohen Strafen diskutiert oder wie die gigantische Bürokratie der Familienplanung sozialverträglich abzubauen wäre.

Ein neuer Gesetzesentwurf wird ab dieser Woche im Nationalen Volkskongress diskutiert und soll bis 2020 unter Dach und Fach sein. Dann muss die kommunistische Partei ihre Bevölkerung nur noch zum Kinderkriegen animieren – wer weiß, was auf den nächsten Briefmarken zu sehen sein wird.