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"Werk ohne Autor" nimmt Oscarkurs

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Florian Henckel von Donnersmarck nimmt Kurs auf seinen zweiten Oscar: Mit "Werk ohne Autor" soll er erneut die begehrte Filmtrophäe nach Deutschland bringen. Eine unabhängige Jury der Organisation German Films wählte den dritten Langfilm des 45-jährigen Regisseurs unter 11 deutschen Streifen aus, um ihn der Oscar-Academy für die Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" vorzuschlagen.

Weltpremiere feiert "Werk ohne Autor" bei den Filmfestspielen in Venedig. Dort läuft der Streifen im Wettbewerb um den Goldenen Löwen.

2007 hatte Henckel von Donnersmarck mit dem DDR-Drama "Das Leben der Anderen" den Auslands-Oscar geholt. Es ist der bisher letzte Erfolg für Deutschland in dieser Kategorie.

"Werk ohne Autor" spannt einen Bogen über drei Epochen deutscher Geschichte: Erzählt wird die Geschichte eines Künstlers, der aus der DDR in den Westen geflüchtet ist. Dort findet er in der Studentin Elisabeth die Liebe seines Lebens, die er heiratet. In seinen Bildern verarbeitet Kurt Kindheits- und Jugendtraumata aus der Nazi- und SED-Zeit. Doch sein Glück wird durch das schwierige Verhältnis zu seinem undurchsichtigen Schwiegervater überschattet. Tom Schilling, Sebastian Koch und Paula Beer spielen die Hauptrollen in "Werk ohne Autor".

Gegen welche internationale Konkurrenz Henckel von Donnersmarck antreten muss, soll in der ersten Oktoberwoche feststehen. Dann will die Academy die Liste aller Bewerber in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Kinofilm veröffentlichen. Kurz vor Weihnachten soll es eine Shortlist mit neun Kandidaten geben. Die fünf Nominierten sollen am 22. Januar 2019 bekannt gegeben werden, am 24. Februar findet dann die Oscar-Verleihung in Hollywood statt.