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Abschaffung der Zeitumstellung: "EU soll sich um Wichtigeres kümmern"

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Abschaffung der Zeitumstellung: "EU soll sich um Wichtigeres kümmern"

Abschaffung der Zeitumstellung: "EU soll sich um Wichtigeres kümmern"
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Zeitumstellung bald am Ende?

Zweimal im Jahr werden in Europa die Uhren umgestellt. Im März geht es eine Stunde nach vorn auf Sommerzeit, im Oktober eine Stunde zurück: Winterzeit.

Das könnte sich nun bald ändern.

Die EU-Kommission hat die Bürger gefragt, und die, die geantwortet haben, sagten mehrheitlich "nein" zur Zeitumstellung.

"Das Kollegium der Kommissare hat bei seiner aktuellen Zusammenkunft über die Sommerzeit gesprochen und beschlossen, dem EU-Parlament und dem Rat einen Entwurf vorzulegen mit dem Ziel, die derzeitige Praxis, die Uhren umzustellen, zu ändern."

Sollten Parlament und die EU-Staaten zustimmen, könnte die Zeitumstellung schon 2020 oder 21 abgeschafft werden.

"EU soll sich um Wichtigeres kümmern"

Ein Franzose sagte: "Ich finde es besser, wenn es abends länger hell ist, so kann man das Tageslicht besser nutzen, das ist gut."

"Ich bin immer für Sommerzeit,allerdings sollte sich die EU besser um Wichtiges kümmern," meinte ein anderer.

Die meisten Befragten sprachen sich für eine dauerhafte Sommerzeit aus.

Sollte die Zeitumstellung fallen, kann anschließend jedes EU-Land für sich selbst entscheiden, ob es am bisherigen Modell festhält oder nicht.

84 Prozent gegen Zeitumstellung

Mitte August war eine Online-Umfrage der Kommission ausgelaufen, bei der sich vorläufigen und am Freitag veröffentlichten Zahlen zufolge 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung aussprachen.

Insgesamt gingen 4,6 Millionen Antworten bei der EU-Kommission ein - ein Rekord, aber immer noch weniger als 1 Prozent der EU-Bürger.

Von den 4,6 Millionen Teilnehmern kommen gut drei Millionen aus Deutschland, das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 3,79 Prozent.

Von ihnen stimmten - wie im EU-Schnitt - 84 Prozent für die Abschaffung der Zeitumstellung.

In Österreich (2,94 Prozent) und Luxemburg (1,78) war die Beteiligung ebenfalls besonders hoch.

Kaum jemand hat hingegen in Italien und Rumänien (jeweils 0,04) oder in Großbritannien (0,02) abgestimmt.