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Österreichisches Militärboot kentert: zwei Frauen weiterhin in Lebensgefahr

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Österreichisches Militärboot kentert: zwei Frauen weiterhin in Lebensgefahr

Österreichisches Militärboot kentert: zwei Frauen weiterhin in Lebensgefahr
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Es sollte ein Aktionstag werden, der jungen Frauen Lust auf Österreichs Armee macht, aber es kam ganz anders: Am Samstag kenterte auf der Donau nahe Hainburg ein Boot des Bundesheers. An Bord: dreizehn Personen, zwei von ihnen mussten reanimiert werden, nachdem sie unter Wasser gekommen waren.

Am Sonntag war der Zustand der beiden jungen Frauen weiterhin lebensbedrohlich. Weitere Personen wurden in einem örtlichen Krankenhaus medizinisch und psychologisch versorgt.

Über die genaue Unfallursache war zunächst wenig bekannt. Das Boot war für 14 Personen zugelassen, zum Unfallzeitpunkt befanden sich 13 Personen an Bord. Darunter waren auch zwei für diesen Bootstyp ausgebildete Soldaten. Eine Welle sei in das Boot geschwappt, daraufhin sei es gekentert, so der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer. Anfang der Woche rechnet er mit weiteren Erkenntnissen einer heeresinternen Untersuchungskommission.

Der Sprecher entschuldigte sich bei den Angehörigen der Opfer. Einige von ihnen seien erst mit Verspätung informiert worden, schreibt Bauer. Es gebe keine Entschuldigung dafür, dass Eltern unzureichend über das Schicksal ihrer Kinder informiert worden seien.

Das Unglück hätte offenbar noch schlimmer ausgehen können. Zufällig war in der Nähe zeitgleich eine Feuerwehrübung, sodass in kürzester Zeit Retter zur Stelle waren.