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Proteste gegen Sparkurs in Argentinien: "Eine große Demütigung"

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Proteste gegen Sparkurs in Argentinien: "Eine große Demütigung"

Proteste gegen Sparkurs in Argentinien: "Eine große Demütigung"
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REUTERS/Marcos Brindicci
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In Buenos Aires haben tausende Menschen gegen die Sparpolitik der argentinischen Regierung protestiert. Staatspräsident Mauricio Macri hatte zuvor in einer umstrittenen Fernsehansprache die Wiedereinführung von Exportsteuern auf Agrar- und Bergbauprodukte angekündigt und der Bürokratie den Kampf angesagt.

Macri will die Zahl der Ministerien und seine Regierungsmannschaft auf unter die Hälfte schrumpfen. Gegenwärtig gibt es 19 Minister.

Rentnerin María Eugenia sagte am Rande der Demonstration: "Das ist eine große Demütigung. Eine übertriebene und einstudierte Rede. Sie kümmern sich nicht um das Chaos, das sie durch die Zunahme von Armut und Kapitalflucht selbst verursacht haben."

Rentnerin Liliana Mayoral zermürben die Probleme: "Wir demonstrieren, weil wir sonst Magengeschwüre bekommen. Es muss gehandelt werden."

Angezählte Landeswährung

Die Landeswährung Peso hat in den vergangenen fünf Monaten gegenüber dem US-Dollar über 70 Prozent ihres Wertes verloren. Macri bestätigte Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds zur Sicherung der Staatsverpflichtungen im kommenden Jahr. Bereits im Juni hatte der IWF eine 50 Milliarden-Dollar-Hilfe zugesagt. Mittlerweile liegt die Inflation nach staatlichen Angaben bei rund 25 Prozent.

Demonstrant Santiago Ponce arbeitet im Arbeitsministerium: "Ministerien zu halbieren macht alles nur noch schlimmer für die öffentliche Verwaltung und den Staat.".

Die neuen Exportsteuern sollen rund zehn Prozent betragen. Damit will das Finanzministerium rund 6,5 Milliarden Euro zusätzlich einnehmen. Das entspricht etwa der Hälfte des Defizits. Die andere Hälfte soll durch Streichungen der Staatsausgaben eingespart werden.