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Nach tödlicher Prügelei in Köthen: Zwei Afghanen in U-Haft

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Nach tödlicher Prügelei in Köthen: Zwei Afghanen in U-Haft

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Nach dem Tod eines 22-Jährigen Deutschen nach einem Streit mit zwei Afghanen in Köthen ist die Stimmung in der Stadt angespannt.

Über 2.500 Menschen zogen zunächst friedlich durch Köthen. Dann wurde die Stimmung aggressiver, Redner forderten «Auge um Auge», «Zahn um Zahn», «Ausländer raus!»-Rufe ertönten.

Rund 200 Personen versammelten sich zu einer Gegendemonstration, die von einer Abgeordneten der Linken angemeldet worden war mit einem Großaufgebot vor Ort um die Demonstranten zu trennen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft starb das Opfer an einem Herzversagen, das nicht durch die Verletzungen, die er bei der Schlägerei erlitten hatte, hervorgerufen wurde.

Gegen die beiden Afghanen wurde am Abend Haftbefehl wegen wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge.

Dem Vernehmen nach sollen auf einem Spielplatz drei aus Afghanistan stammende Männer mit einer Frau darüber gestritten haben, von wem sie schwanger ist. Dann sollen der 22-jährige Deutsche und ein Begleiter hinzugekommen sein. Gegen den dritten aus Afghanistan stammenden Mann gibt es keinen Verdacht, er wurde nicht festgenommen.

Am Tatort, einem Spielplatz, legten Köthener Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Am Nachmittag fand der St. Jakob-Kirche ein Gedenkgottesdienst für den 22-Jährigen statt.