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Schweden nach der Wahl: Wie geht es jetzt weiter?

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Schweden hat gewählt und steht nun vor der Frage: Wer wird das Land regieren? Keiner der beiden traditionellen Blöcke erhielt eine Mehrheit – weder das rot-rot-grüne Lager, noch die konservativ-liberale Oppositionsallianz.

Sie liegen mit 40,6 und 40,3 Prozent der Stimmen dicht beinandern, Rot-Rot-Grün hat knapp die Nase vorn. Beide Lager haben Wähler an die rechtspopulistischen Schwedendemokraten verloren. Diese erzielten mit 17,6 Prozent ihr historisch bestes Ergebnis.

Sozialdemokraten und Rechtspopulisten buhlen um Konservative

Stärkste Einzelpartei sind weiter die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Stefan Löfven. Dieser will Regierungschef bleiben und hofft auf eine Zusammenarbeit mit Parteien des konservativen Blocks.

Doch auch Jimmie Akesson von den Schwedendemorkaten hat es auf die bürgerliche Mitte abgesehen. Seine Rechtspopulisten sind drittstärkste Kraft und wollen Königsmacher einer konservativen Minderheitsregierung werden – und so bei Entscheidungen im Parlament mitbestimmen. Ein erstes Gesprächsangebot haben die Parteien des bürgerlichen Lagers allerdings abgelehnt.

Bleibt Löfven an der Spitze?

Nicholas Aylott, Politikprofessor an der Södertörn Universität in Stockholm, hält es für wahrscheinlich, dass Löfven im Amt bleibt und seine Sozialdemokraten eine Minderheitsregierung bilden werden - wie sie für Schweden üblich ist. Ohne die Grünen wie bisher, aber weiterhin mit ihrer Unterstützugn im Parlament. Doch für diesen Weg bräuchte Löfven noch neue Partner.

Und für die Suche bleiben ihm nur zwei Wochen Zeit. Dann findet im Parlament eine Abstimmung darüber statt, ob Löfven im Amt bleiben kann oder nicht. So sieht es die schwedische Verfassung vor.