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Separatisten fordern Freilassung der "politischen Gefangenen"

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Die Katalanen begehen heute La Diada, ihren Nationalfeiertag. Er erinnert an die Kapitulation Barcelonas im Jahr 1714 nach der Belagerung durch französische und kastilische Truppen. In der Folge wurde Katalonien, einst ein eigenständiger Staat, endgültig spanisch.

In den vergangenen Jahren ist La Diada immer mehr zur Feier der Unabhängigkeitsbefürworter geworden. Diese forderten in Barcelona erneut die Freilassung der Separatisten, die noch immer in Untersuchungshaft sitzen – unter anderem mit dem Vorwurf der Rebellion.

"Wir sollten heute vor allem über die Abwesenden sprechen. Politiker und andere Personen, die im Gefängnis sitzen, die mundtot gemacht wurden. Ihre Haft ist nicht gerechtfertigt", sagte Ada Colau, Bürgermeisterin von Barcelona.

Knapp ein Jahr nach dem Unabhängigkeitsreferendum sind die Katalanen tief gespalten. Die Hälfte ist für einen eigenen Staat, die andere Hälfte dagegen. Auch die katalanischen Sozialisten (PSC).

Miquel Iceta von der PSC sagte: "Spanien ist ein Rechtsstaat mit Gewaltenteilung. Es ist also ein Problem wenn die separatistische Regierung Kataloniens die Zentralregierung um die Freilassung von Politikern bittet und das zur Voraussetzung eines Dialogs macht. Denn solche Entscheidungen liegen nicht in der Hand der Regierung in Madrid. So bleibt uns der einzig richtige Weg des Dialogs und der Verhandlungen versperrt.“

Tausendende Katalanen nehmen den Nationalfeiertag zum Anlass, um erneut für ein unabhängiges Katalonien zu demonstrieren. Der neue Regionalchef Quim Torra hat zu einer massiven Beteiligung an den Demos aufgerufen. Sein Vorgänger Carles Puigdemont befindet sich seit Ende Juli wieder im belgischen Exil.