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Westjordanland: Streit um Abriss von Beduinen-Dorf

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Westjordanland: Streit um Abriss von Beduinen-Dorf

Westjordanland: Streit um Abriss von Beduinen-Dorf
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Der Streit um ein palästinensisches Beduinendorf im Westjordanland spitzt sich zu. Vergangene Woche hat Israels Höchstes Gericht erlaubt, das Dorf Chan Al-Ahmar zu räumen. Nun beginnen Aktivisten in umittelbarer Nähe des Dorfes Hütten zu errichten, um den geplanten Abriss zu verhindern.

"Wenn die israelischen Autoritäten das Dorf zerstören wollen, werden tausende Palästinenser in diese Berge kommen und sich Hütten bauen, um hier zu leben", erklärt der palästinensische Aktivist Mohammed Al-Khatib.

"Wir leben weiter mit der Gefahr, egal ob wir Nachbarn haben oder nicht. Aber wenn wir mehr Nachbarn haben ist das natürlich besser für uns und unsere Standfestigkeit", sagt ein Bewohner von Chan Al-Ahmar.

Die israelischen Behörden wollen die mehr als 180 Bewohner von Chan Al-Ahmar auf ein wenige Kilometer entferntes Grundstück umsiedeln.

Die Beduinensiedlung befindet sich in einem strategisch wichtigen Gebiet zwischen Ost-Jerusalem und dem Westjordanland. Offiziel will Israel das Dorf abreissen, weil es illegal gebaut wurde. Kritiker jedoch sagen, Baugenehmigungen wären für Palästinenser im Westjordanland nicht zu bekommen.

Im Juli waren bei Protesten gegen die geplante Räumung 35 Menschen verletzt worden. Mehrere europäische Länder haben die geplante Zwangsumsiedlung der Menschen bereits scharf kritisiert.