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Brexit: Steuert Großbritannien auf Neuwahlen noch 2018 zu?

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Brexit: Steuert Großbritannien auf Neuwahlen noch 2018 zu?

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Vor dem Kongress der Labour-Partei in Liverpool forderten Brexit-Gegner, dass die britischen Wähler erneut das Sagen haben sollten. Viele verlangen ein zweiters Brexit-Referendum. Sie sind von der Politik von Premierministerin Theresa May enttäuscht.

Wir sind für Neuwahlen, danach können wir unsere Beziehung mit Europa neu verhandeln.

Jeremy Corbyn Labour-Parteichef

Ein Demonstrant meint: "Ich protestiere, weil ich entsetzt bin. Niemand hat für das Chaos gestimmt, das wir derzeit erleben."

Eine Frau sagt: "Ich glaube, die Leute, die für den Austritt aus der EU gestimmt haben, werden wohl am meisten darunter leiden. Sie sind die Schwächsten in der Gesellschaft. Und auch im Gesundheitsbereich werden wir Jobs verlieren."

An diesem Mittwoch hält Labour-Chef Jeremy Corbyn seine Rede auf dem Parteitag, im Interview mit der BBC sprach er sich für Neuwahlen und gegen eine zweites Brexit-Referendum aus:

"Wir sind für Neuwahlen, danach können wir unsere Beziehung mit Europa neu verhandeln, aber mal sehen, was beim Parteikongress herauskommt."

EUTERS/Hannah McKay
Jeremy Corby in LiverpoolEUTERS/Hannah McKay

"Diese Regierung gibt ein schwaches Bild ab. Sie schaut in zwei Richtungen gleichzeitig: einerseits will sie ein Handelsabkommen mit den USA und auf der anderen Seite eine Art Beziehung mit Europa. Wir könnten Neuwahlen abhalten, wir sind bereit dafür."

Besonders seit dem EU-Gipfel von Salzburg, auf dem Theresa Mays Brexit-Pläne heftig krisitiert wurden, gerät die Premierministerin immer stärker unter Druck.

Die Labour-Delegierten sollten auch über den Nahen Osten diskutieren - in einer Partei, die sich immer wieder mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert sieht. Doch Top-Thema in Liverpool ist der Brexit.