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"Revolution Chemnitz": Nun 7 Rechtsextremisten festgenommen

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REUTERS/Hannibal Hanschke
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Die Bundesanwaltschaft hat am Montag in Sachsen einen weiteren Mann wegen des Verdachts der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung festnehmen lassen. Auch ihm wird die Mitgliedschaft in der Gruppe «Revolution Chemnitz» vorgeworfen. Es handele sich um einen Mann namens Maximilian V., sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft. Zum Alter konnte sie zunächst nichts sagen.

"Revolution Chemnitz": Anschläge geplant

Die Generalbundesanwaltschaft hatte gegen die Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren zunächst wegen des "Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung"ermittelt, die später um den Tatvorwurf "der Gründung einer terroristischen Vereinigung" erweitert wurde. Die Männer sind offenbar Teil einer rechtsterroristische Vereinigung mit dem Namen "Revolution Chemnitz" und gehören der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene in der Region an. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie Anschläge auf Ausländer und politisch Andersdenkende geplant haben. Sie sollen im Begriff gewesen sein, sich halbautomatische Schusswaffen zu besorgen.

Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" planten die Mitglieder von "Revolution Chemnitz" einen rechtsradikalen Umsturz, sie bezeichneten den NSU, dessen Mitglieder 10 Menschen ermordet hatten, als "Stümper".

Chemnitz kommt nicht aus den Schlagzeilen

Zuletzt war Chemnitz in die Schlagzeilen geraten, nachdem ein Deutscher im Zuge einer Messerstecherei von Asylbewerbern getötet worden war. Danach hatte es rechte Demonstrationen und ausländerfeindlichen Ausschreitungen in der sächsischen Stadt gegeben.

So sollen fünf der Männer in gewaltsame Übergriffe auf Ausländer auf Schlossteichinsel am 14. September in Chemnitz beteiligt gewesen sein. Den Ermittlern zufolge spricht vieles dafür, dass die Männer weitere Angriffe geplant hatten, möglicherweise am anstehenden Tag der Deutschen Einheit.

Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs müssen entscheiden

Die Männer werden am Montag und Dienstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Dieser entscheidet dann, ob sie in Untersuchungshaft kommen.