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Sulawesi: Schon mehr als 1200 Tote

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Sulawesi: Schon mehr als 1200 Tote

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Indonesien hat nach den schweren Erdbeben mit anschließender Flutwelle um internationale Hilfe gebeten. Nach Angaben der Behörden sind bei der Naturkatastrophe auf der Insel Sulawesi mindestens 1200 Menschen ums Leben gekommen. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Toten weiter steigen wird, viele Menschen werden noch vermisst.

Die Infrastruktur in den betroffenen Regionen ist stellenweise völlig zerstört: Gebäude, Straßen und auch der Flughafen in Palu City wurden in Mitleidenschaft gezogen, die Stromversorgung ist in vielen Gebieten abgerissen. Von den sieben Elektrizitätswerken sorgen nur noch zwei für Energie.

Staatspräsident Joko Widodo sagte, von behördlicher Seite werde alles getan, um die Menschen zu versorgen und die Schäden so schnell wie möglich zu beheben. Gleichzeitig bat Widodo angesichts des Ausmaßes der Zerstörung um Geduld.

Er kündigte umfangreiche Nahrungsmittel-, Wasser- und Treibstofflieferungen in das Katastrophengebiet an. Viele Menschen hatten sich über mangelnde Hilfe der Behörden beschwert.

Ein Überlebender berichtet: „Wir waren am Strand und haben dort etwas gegessen, als wir das Erdbeben gespürt haben. Wir sind sofort losgerannt. Ich habe meinem Schwiegersohn gesagt, er solle die Kinder von der Moschee abholen. Jemand sagte, das Meer habe sich aufgetürmt, kurz nachdem wir da weg waren."

Zahlreiche Menschen gelten derzeit als verschollen - auch die Schwiegertochter dieser Frau.

Ob es denn gar keine Neuigkeiten von ihr gebe, fragt die Reporterin. „Nein, noch nicht. Auf diesem Foto sieht man sie mit meinem Sohn. Zuletzt haben wir sie am Strand von Talise gesehen, weil sie dort einen Essensstand hatte. Ich habe sie gesucht, konnte sie aber nicht finden", sagt die Frau.

Die Rettungstrupps suchen unvermindert nach möglichen Überlebenden und weiteren Toten. Die weitgehend zusammengebrochene Stromversorgung erschwert ihnen die Arbeit.