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Gedenken an Lampedusa-Unglück

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Gedenken an Lampedusa-Unglück

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Diese Bilder gingen vor fünf Jahren um die Welt. Am 3. Oktober 2013 kamen beim Untergang eines Flüchtlingsschiffes vor Lampedusa mindestens 366 Menschen ums Leben, 155 überlebten. Die italienische Insel liegt nur rund 140 Kilometer von der tunesischen Küste entfernt, deshalb versuchen immer wieder Flüchtlinge, vom afrikanischen Kontinent aus nach Lampedusa zu gelangen.

Auch bei Touristen ist die Insel sehr beliebt. Ein Urlauber sagt: „Das Meer und die Strände sind fantastisch. Die Menschen sind freundlich, alles ist in Ordnung. Und ehrlich gesagt habe ich in Monza oder Mailand sehr viel mehr Flüchtlinge gesehen als hier. Ich glaube, ich habe nur zwei gesehen."

In Italien insgesamt sind seit Jahresbeginn den Behördenzahlen zufolge rund 21.000 Migranten eingetroffen.

„Wir haben keine Angst. Flüchtlinge aus Libyen können hier auf eigene Faust kaum hinkommen, der Golf von Sidra ist weit weg. Wir gucken zuallererst auf Tunesien", sagt Salvatore Martello, Bürgermeister von Lampedusa.

Er kritisiert, dass zur Gedenkveranstaltung auf der Insel weder Vertreter der italienischen Regierung noch der Europäischen Union teilnahmen. Das italienische Parlament hatte 2016 die Einführung eines zentralen Trauertages für die Mittelmeer-Toten beschlossen.