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Beduinen hoffen auf Angela Merkel

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Beduinen hoffen auf Angela Merkel

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Im Vorfeld des Besuchs Angela Merkels hat die israelische Kulturministerin Miri Regev die deutsche Bundeskanzlerin vor einer Einmischung in nationale Angelegenheiten gewarnt.

Israelische Medien hatten mit Berufung auf das Bundeskanzleramt gemeldet, Merkel habe gedroht, ihre Reise abzusagen, sollte der Entschluss, das Beduinendorf Khan al-Ahmar im Westjordanland abzureißen, nicht verschoben werden.

Die Bewohner des Dorfes jedenfalls hoffen, dass sich Merkel für die Erhaltung ihrer Siedlung einsetzt.

„Die deutsche Regierung steht in solchen Entscheidungen normalerweise auf unserer Seite“, so ein Bewohner von Khan al-Ahmar. „Wir rufen Angela Merkel auf, uns beizustehen, so wie es Deutschland bei den Vereinten Nationen mit Entscheidungen gegen Israel getan hat. Hoffentlich können die Deutschen ihr Möglichstes tun, um den Abriss abzuwenden“, sagt er.

Anfang September hatte das höchste israelische Gericht den Einspruch gegen die Umsiedelung der rund 180 Dorfbewohner zurückgewiesen. Nach Ansicht der Regierung wurden die Häuser, die zwischen zwei jüdischen Siedlungen liegen, ohne Genehmigung errichtet. Die Vereinten Nationen hatten den geplanten Abriss als Verstoß gegen internationales Recht bezeichnet.