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Nach Hackervorwürfen: GRU im Kreuzfeuer, Moskau gereizt

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Nach Hackervorwürfen: GRU im Kreuzfeuer, Moskau gereizt

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Nach den jüngsten Hackervorwürfen gegen den russischen Militärgeheimdienst GRU stehen die Zeichen auf Sturm zwischen Russland und dem Westen.

Neben Großbritannien und den Niederlanden bezichtigt inzwischen auch die Bundesregierung Russland offiziell massiver Cyberattacken auf politische Ziele.

Am Donnerstag hatten die USA sieben Agenten des GRU unter anderem wegen der Cyberattacke auf die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA angeklagt. Niederländische Behörden erwischten nach eigenen Angaben GRU-Agenten beim Versuch, sich ins Computernetz der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) zu hacken. Und die britische Cyberabwehr erklärte, sie rechne die gefürchtete Hackergruppe APT28 dem GRU zu.

Auf russischer Seite heißt es, die jüngsten Anschuldigungen seien ein Mittel, um neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Der Westen leide offenbar unter "Spionage-Manie", dabei sei der größte Teil des Internets eine Zweigstelle des US-Geheimdienstes.

Euronews-Korrespondentin Galina Polonskaya sagt dazu: "Die Haltung des politischen Establishments zu den Hackervorwürfen ist ziemlich eindeutig. Bei den ganz normalen Menschen auf der Straße gehen die Meinungen auseinander. Einige stimmen mit der Kreml-Position überein und betrachten das Ganze als Informationskrieg. Andere halten es für eine Fehlleistung des russischen Geheimdienstes oder zumindest seiner üblichen Arbeitsweise."