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Check In mit Lügendetektor: IBorderCTRL

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Bald könnte eine digitale Version eines Grenzschützers jeden Reisenden nach Europa empfangen, befragen - und mit einer Riskoeinschätzung bewerten.

Ein europäischer Wissenschaftsverbund hat modernste Lügendetektortechnologie entwickelt. Nicht die Antworten auf die Fragen des digitalen Grenzers verraten den potentiellen Terroristen, sondern fast 40 unbewusste Reaktionen, die der Verdächtige nicht kontrollieren kann:

Keeley Crockett ist Expertin für Computational Intelligence an der Manchester Metropolitan University:

"Das System nutzt nonverbales Verhalten. Sehr, sehr feinkörnige Mikrogesten. Wir achten nicht auf Lächeln oder Stirnrunzeln, sondern auf sehr kleine Bewegungen wie ein Auge, das sich nach links oder rechts bewegt. Solche Indikatoren werden zu einem "Risiko-Score" kombiniert. Das System weiß zu einer bestimmten Frage, ob jemand lügt oder nicht."

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex testet das System in Griechenland, Ungarn und Lettland. Menschliche Beamte soll es nicht ersetzen; die Technik soll Hinweise auf Verdächtige geben. Das "Iborderctrl" genannte System ist selbst nur Teil eines komplexeren technischen Überwachung: dazu gehören Gesichtserkennung, Datenbanken und biometrische Erkennungsmerkmale. Alle Teile sind da, jetzt werden sie verknüpft - mit Sicherheit.