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Größtes NATO-Manöver seit Ende des Kalten Kriegs mit 50.000 Soldaten

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Größtes NATO-Manöver seit Ende des Kalten Kriegs mit 50.000 Soldaten

Größtes NATO-Manöver seit Ende des Kalten Kriegs mit 50.000 Soldaten
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Mit Trident Juncture hält die NATO ihre größten militärischen Übungen seit dem Kalten Krieg ab. Das Manövergebiet reicht von Island über Norwegen bis in den finnischen Luftraum.

Zu Luft, zu Land und auf See wird mit 50.000 Soldaten bei einem fiktiven Bündnisfall getestet, ob die NATO praktisch in der Lage ist, ihre Gebiete zu verteidigen.

Nach Ende des Kalten Krieges hatte das westliche Bündnis keine Großmanöver mehr durchgeführt, das ändert sich seit der Krim-Annexion und der Ukraine-Krise. Die durch die Osterweiterung zur NATO gehörenden Staaten drängen auf kraftvolle Demonstrationen.

Jens Stoltenberg, NATO-Generalsekretär:

"Dies ist ein starker Beleg für unsere Fähigkeiten und unsere Entschlossenheit, zusammenzuarbeiten. In den letzten Jahren hat sich das Sicherheitslage in Europa deutlich verschlechtert. Die NATO hat mit der größten Anpassung ihrer gemeinsamen Verteidigung seit dem Ende des Kalten Krieges reagiert. Trident Juncture zeigt, dass diese Anpassung. Das Szenario ist fiktiv, aber was wir lernen, ist real."

Truppen- und Materialtransporte haben schon im September begonnen, zentraler Aspekt ist die Logistik; wie effizient Soldaten und Ausrüstung zwischen den europäischen Ländern bewegt werden können. 31 Länder sind mit allen Waffengattungen beteiligt. Die NATO und Norwegen kostet das Manöver knapp 160 Millionen Euro, die deutschen Kosten werden mit 90 Millionen angesetzt.