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Digitalsteuer: Technologieriesen geht's an den Kragen

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Digitalsteuer: Technologieriesen geht's an den Kragen

Digitalsteuer: Technologieriesen geht's an den Kragen
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Der britische Schatzkanzler Philip Hammond hat für die Zeit nach dem Austritt seines Landes aus der Europäischen Union ein Ende des Sparkurses in Aussicht gestellt. Das ließ der in der Regierung für die Finanzen zuständige Hammond während der Vorstellung seines Haushaltsentwurfs verlauten.

Er kündigte zudem an, Großkonzerne der Technologiebranche steuerlich stärker belangen zu wollen. Hammond sagte:

„Wir werden eine Digitalsteuer einführen. Diese Steuer wird auf Einnahmen erhoben, die durch bestimmte Geschäftsmodelle digitaler Plattformen im Vereinigten Königreich erwirtschaftet werden. Diese wird penibel errechnet, um sicherzustellen, dass eher etablierte Technologiekonzerne als junge Unternehmen die Last der neuen Steuer tragen. Nur Firmen, die pro Jahr einen Gewinn von mindestens 500 Millionen Pfund machen, werden diese bezahlen."

Der Haushaltsentwurf sieht auch stärkere Zuwendungen für das Gesundheitssystem und den Straßenbau vor. Vieles hängt natürlich vom Ausgang des Brexit-Tauziehens ab.

„Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt der Verhandlungen mit der Europäischen Union", so der Schatzkanzler. „Das, was auf dem Spiel steht, könnte nicht wichtiger sein. Wir werden nicht nur die Arbeitsplätze, die Firmen und den Wohlstand in Großbritannien schützen, sondern auch eine zweifache Dividende einfahren. Sollte sich der wirtschaftliche oder finanzielle Ausblick innerhalb eines Jahres erheblich ändern, werde ich falls nötig alle Maßnahmen einleiten, die angemessen sind, und meine finanzpolitischen Ausführungen im Frühling zu einem vollständigen Haushalt ausweiten."

Abgestimmt wird über den Haushaltsentwurf des Schatzkanzlers im Unterhaus des britischen Parlamentes aller Voraussicht nach am Donnerstag.