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Hilfe für 80.000 Kinder in der Demokratischen Republik Kongo gefordert

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Hilfe für 80.000 Kinder in der Demokratischen Republik Kongo gefordert

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Das UN-Kinderhilfswerk Unicef fordert Hilfe für zehntausende Kinder in der Demokratischen Republik Kongo. Betroffen sei die bitterarme Region Kasai. Dorthin sind die Kinder aus dem benachbarten Angola zurückgekehrt, wo sie vorübergehend Schutz vor Gewalt gesucht hatten. Doch Angolas Regierung hat viele Menschen mit einer Säuberungsaktion verjagt.

Unicef schätze, dass unter den Rückkehrern mehr als 80.000 Kinder seien, erklärt Sprecher Christophe Boulierac. "Diese Kinder brauchen dringend humanitäre Hilfe."

Bis zu 1000 Neuankömmlinge pro Tag

Ein Großteil der Vertriebenen kommt in der Kleinstadt Kamako an. Nach amtlichen Angaben landen hier pro Stunde zwischen 200 und 1.000 Neuankömmlinge, berichtet die taz.

"Manche der Kinder, die aus Angola kommen, leiden unter Unterzuckerung", sagt Unicef-Sprecher Boulierac und warnt: "Es könnte einen Anstieg an Mangelernährung geben, akuter Mangelernährung. Das macht die Kinder anfälliger für Krankheiten aller Art."Insgesamt, so Unicef, seien zwei Millionen Kinder im Kongo schwer mangelernährt. Das Land ist zwar reich an Rohstoffen, aber eines der ärmsten der Welt. Unicef zufolge gibt es seit Jahrzehnten Bürgerkriege, Kämpfe um die Bodenschätze, Ausbeutung und Misswirtschaft.