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Schwuler Fußball im Land der "echten" Männer

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Schwuler Fußball im Land der "echten" Männer

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Fußball ist in Brasilien Männersache. Traditionell werden Machismen gepflegt, auch ein guter Schuss Homophobie gehört dazu. Trotzdem gibt es 16 offiziell schwule Vereine im fußballbegeisterten Brasilien, die 2017 eine eigene Liga gegründet haben.

Erick Adance, Organisator der LiGay:

"LiGay ist eine schwule Fußballliga, gegründet, damit man diesen Sport ohne Angst, ohne Homophobie, ohne Angst vor jeglicher Art von Diskriminierung machen kann.“

Die Wahl des Rechtsextremisten Jair Bolsonaro besorgt die LGBT – Gemeinde. Der neue brasilianische Präsident hat sich deutlich schwulenfeindlich geäußert und wird von den evangelikalen Kirchen unterstützt, die ebenfalls nicht für ihre Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen bekannt sind. Die wollen sich aber ihr Recht auf den Fussball nicht mehr nehmen lassen.

Jonathan Nascimento will sich weder verstecken noch einschüchtern lassen:

"Zwei Jahre habe ich keinen Fußball gespielt, weil ich keine Mannschaft gefunden habe. Dann fand ich heraus, dass es schwule Teams gibt. Ich will mich nicht wieder verstecken, weil Hetero-Spieler Vorurteile haben. Und kein Bolsonaro-Anhänger wird mir drohen. Niemand wird mir dieses Spiel nehmen. Wir sind der Widerstand."

Der Fußballweltverband FIFA hat klare Regeln gegen Diskriminierung, ob die schwule Liga auf Unterstützung zählen kann, wird von Aktivisten bezweifelt: die Vergabe der letzten Weltmeisterschaften an Russland und Katar spreche eine andere Sprache.