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Libyen-Konferenz: Polit-Prominenz macht sich rar

Libyen-Konferenz: Polit-Prominenz macht sich rar
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Die internationale Gemeinschaft sucht zwei Tage lang bei einem Gipfel auf Sizilien nach Lösungen für das Chaos im Bürgerkriegsland Libyen. Die Konferenz in Palermo wird dabei nicht die von der italienischenRegierung um Ministerpräsident Giuseppe Conte erhoffte hochkarätige Besetzung haben - wohl auch, weil ein Durchbruch für das krisengeschüttelte Land in Nordafrika nicht zu erwarten ist.

rote Gebiete: Unter Kontrolle des Abgeordnetenrats (HoR) in Tobruk; hellgrün: Unter Kontrolle der international anerkannten Regierung der nationalen Einheit unter Fajis al-Sarradsch; gelb: Kontrolliert durch Kräfte der Tuareg; grau: Kontrolliert durch Ansar al-Scharia; blau: Kontrolliert durch neutrale lokale Milizen. Wikipedia, Stand März 2018

CHAOS SEIT DEM STURZ VON GADDAFI

Libyen - eine ehemalige italienische Kolonie – kommt seit Jahren nicht zur Ruhe - seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi 2011. Es gibt mehrere konkurrierende Regierungen, die von unterschiedlichen regionalen Mächten unterstützt werden. Zudem sind Hunderte bewaffnete Milizen in das Machtvakuum des ölreichen Staates gestoßen. Sie haben Libyen zusammen mit Schleusern zu einem Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa gemacht.

Auch eines der seltenen Treffen bei der Gelegenheit zwischen den großen Gegenspielern in Libyen wackelt: Neben dem Chef der international anerkannten Einheitsregierung, Fajis
al-Sarradsch, sollte eigentlich auch der im Osten des Landes herrschende General Chalifa Haftar anreisen, Chef einer international nicht anerkannten Regierung.

Giorgia Orlandi, Euronews:

"Die Erfolgschancen der Konferenz sind gering, nachdem viele wichtige internationale Spieler abgesagt haben. US-Präsident Donald Trump fehlt und der russische Präsident Wladimir Putin, aus der EU Emmanuel Macron und Angela Merkel. Auch die Vertretung der libyschen Führer ist schwach: Die Teilnahme von Commander Haftar - dem Mann, der den Osten des Landes kontrolliert - ist unsicher.

Ghassan Salamé, Giuseppe Conte

Die Konferenz befürwortet den Syirien-Plan des UN-Sonderbeauftragten für Libyen, Ghassan Salame. Er sagte dem UN-Sicherheitsrat, dass in Libyen 2019 Wahlen abgehalten werden. Ein Plan, der anders aussieht als im Mai auf einer Konferenz in in Paris (Wahlen im Dezember) vereinbart. Ein weiteres Hindernis für den Erfolg des Gipfels sind Spannungen zwischen Italien und Frankreich im Umgang mit der libyschen Krise"

su