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Paris drei Jahre nach dem Terror: eine Überlebende erinnert sich

Paris drei Jahre nach dem Terror: eine Überlebende erinnert sich
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Der 13. November 2015 in Paris - die französische Hauptstadt wird von einer islamistisch motivierten Anschlagsserie getroffen, bei der 130 Menschen ihr Leben verlieren. Das ganze Land ist im Schockzustand.

Catherine Bertrand ist an jenem Abend auf einem Konzert im Bataclan, als drei Attentäter mit Kalaschnikows bewaffnet den Saal stürmen:

"Ich hatte Angst zu sterben. Aber ich hatte komischerweise mehr Angst davor draußen auf der Straße zu sterben, als im Bataclan. Alle die gemeinsam mit mir am Notausgang festsaßen wollten nicht rausgehen. Denn in der Straße wurde auch geschossen. Es war ein Blutbad"

Drei Jahre später sind die Anschlagsopfer oft immer noch traumatisiert. Paris und Frankreich haben sich verändert, doch die Menschen leben mit der Erinnerung, sie gehört zum täglichen Leben.

Catherine hat ihre Erlebnisse in einem Comic verarbeiten. Sie spricht in ihrer "Chronik einer Überlebenden" offen über ihre Posttraumatische Belastungsstörung. Denn sie erlitt am 13. November zwar keine körperliche Verletzung, aber doch eine seelische.

"Für mich ist ein Überlebender jemand, der dafür kämpft zu leben und der einen Kompromiss findet, damit es ihm in seinem neuen Leben so gut wie möglich geht. Denn diese Geschichte hat unser aller Leben für immer verändert".

Der 13. November wird für immer in den Köpfen der Menschen bleiben. Doch viele Überlebende haben drei Jahre später ein neues Kapitel in ihrem Leben begonnen.