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Brexit: Kabinett stimmt für May - doch EU sieht noch viel Arbeit

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Nach fünf Stunden dauernden Beratungen an diesem Mittwoch hat das britische Kabinett den von Theresa May vorgeschlagenen Deal mit der EU abgesegnet.

Doch schon zuvor hatten britische Medien berichtet, dass es wohl am Donnerstag ein Misstrauensvotum gegen die Regierungschefin geben soll, das Pro-Brexit-Hardliner angeregt hatten.

EU-Unterhändler Michel Barnier sprach danach von entscheidenden Fortschritten bei den Brexit-Verhandlungen. In den vergangenen Wochen habe man vor allem auf Grundlage der britischen Vorschläge verhandelt. In Nordirland sollten weiterhin die Regeln der EU-Zollunion gelten, um Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland zu vermeiden.

Barnier sagte, er werde den Text jetzt im Detail lesen. Die Priorität bei den Brexit-Verhandlungen seien die Rechte der Bürger gewesen: die der EU-Bürger in Großbritannien und die der Briten in den EU-Staaten. Sie sollten leben können wie zuvor.

An zweiter Stelle sei es um die finanziellen Zusagen gegangen, sagte Barnier.

Nach dem Austritt von Großbritannien werde es eine Übergangszeit von 21 Monaten geben. Diese Übergangszeit könne eventuell verlängert werden.

Zu Gibraltar solle es laut Barnier ein Zusatzprotokoll geben - zu den Rechten der Bürger und der Fischerei. Auch die Regelung der britischen Militäreinrichtungen auf Zypern werde in einem Zusatzprotokoll festgelegt.