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Hegerberg über Twerk-Eklat: "Er hätte natürlich etwas anderes fragen können"

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Hegerberg über Twerk-Eklat: "Er hätte natürlich etwas anderes fragen können"

Hegerberg über Twerk-Eklat: "Er hätte natürlich etwas anderes fragen können"
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Die frisch als weltbeste Fußballerin gekürte Ada Hegerberg hat nach dem Eklat bei der Ballon d'Or-Preisverleihung in Paris ihr Lächeln wiedergefunden. Bei der Übergabe der Trophäe hatte der Moderator gefragt, ob die Norwegerin "twerken" wolle, also in der Hocke mit dem Po wackeln. Das Fachmagazin France Football hatte Hegerberg als erste Spielerin überhaupt ausgezeichnet.

Bei einer von ihrem Verein Olympique Lyon organisierten Pressekonferenz äußerte sich die 23-jährige über den Abend von Paris: "Wir haben ein bisschen getanzt, ich habe den Gewinn des Ballon d'Or gefeiert, das war wichtig. Ich habe das nicht übel genommen. Er hätte natürlich etwas anderes fragen können, vielleicht wie ich mich mit diesem Triumph fühle. Etwas mit Bezug zum Fussball wäre sicherlich auch für mich viel interessanter gewesen."

Die 23-jährige Stürmerin des französischen Serienmeisters Olympique Lyon hatte auf der Bühne zunächst entsetzt reagiert und die Twerk-Anfrage verneint. Der französische Moderator und DJ Martin Solveig löste mit seinem Anliegen eine Debatte über Sexismus und Respekt aus.

Laudator führt Sprachprobleme an

Solveig äußerte sich per Twitter-Video und führte die vermeintliche Entgleisung auf Sprachschwierigkeiten zurück: "All dies liegt an meinen Englischkenntnissen, die offensichtlich nicht auf der Höhe sind, weil ich zu keinem Zeitpunkt jemand verletzen oder verärgern wollte. Es war als Scherz gemeint, wahrscheinlich ein schlechter Scherz. Ich möchte mich dafür bei den Betroffenen entschuldigen, es tut mir leid."

Euronews-Reporterin Paula Vilaplana kommentierte vor dem Stadion von Olympique Lyon: "Ada Hegerberg und Olympique Lyon wollen das Kapitel beenden und diesen historischen Moment einfach feiern und genießen. Mittwochabend vor dem Heimspiel der Männer von Olympique Lyon gegen Stade Rennes wird Ada Hegerberg ihren Ballon d'Or vor dann wohl rund 45.000 Zuschauern präsentieren. Die Trophäe, die für den Frauenfussball einen Durchbruch bedeutet."