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Brasilien: Schwul-lesbische Massenhochzeit gegen Bolsonaro

Brasilien: Schwul-lesbische Massenhochzeit gegen Bolsonaro
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In Sao Paulo haben sich etwa 40 homosexuelle Paare gleichzeitig das Ja-Wort gegeben. Eine Nichtregierungsorganisation organisierte die Massenhochzeit wenige Wochen vor der Amtseinführung des neuen Präsidenten Jair Bolsonaro. Der Ultrarechte fiel mehrfach durch homophobe Äußerungen auf.

"Es ist verrückt, oder?", so der Bräutigam Lucas Nascimento. "Wir wollten im April heiraten, aber dann ist das alles passiert und wir dachten, 'was können wir tun'? Dann hat diese Plattform diese Massenhochzeit organisiert. Das hat vielen Menschen und auch uns geholfen.

"Wir leben in einer schwierigen Zeit", sagt die Braut Luana Hansen. "Es gab Zeiten, in denen es Toleranz in unserem Land gab, in denen Menschen einen so genommen haben, wie man war. Aber heutzutage gibt es keine Toleranz mehr."

Für die Massenhochzeit in den Räumlichkeiten der Nichtregierungsorganisation Casa1 spendeten Unterstützer ihre Zeit oder Dienstleistungen. Sie fotografierten oder stellten Hochzeitskleider bereit.

Bolsonaro sagte im Wahlkampf, er sei homophob und stolz darauf. Homosexuelle und queere Brasilianer berichten, die Angst vor Übergriffen auf sie sei mit Bolsonaros Wahl gestiegen.