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Neuer Präsident Bolsonaro (63) präsentiert "nationalen Pakt"

Maria Butina
Maria Butina Copyright  REUTERS/Ueslei Marcelino
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Von Euronews
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Damit will Jair Bolsonaro die dringlichsten Probleme BRasiliens bekämpfen, darunter die grassierende Korruption und die Arbeitslosigkeit, die sich auf einem Rekordstand befindet.

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Der ultrarechte Ex-Militär Jair Bolsonaro ist als neuer Präsident Brasiliens vereidigt worden. In seiner Antrittsrede in der Hauptstadt Brasilia bereitete der 63-Jährige das fünftgrößte Land der Welt auf einen radikalen Richtungswechsel durch einen "nationalen Pakt" vor.

In den kommenden vier Jahren will der Rechtspopulist die weit verbreitete Korruption bekämpfen, die Kriminalität eindämmen und die Wirtschaft ankurbeln. Seine zahlreich versammelten Anhänger skandierten Bolsonaros Wahlkampfslogan "Brasilien über alles, Gott über allen". Vor der Menge sagte der neue Hoffnungsträger vieler Brasilianer:

"Wir stehen vor großen Herausforderungen wie der Wirtschaftskrise, der Rekordarbeitslosigkeit, der Ideologisierung unserer Kinder, der Verzerrung der Menschenrechte und dem Niedergang von Familienwerten. Wir werden die notwendigen Reformen einführen, die Infrastruktur verbessern, Bürokratie verringern und vereinfachen. Wir werden Vertrauen schaffen und Lasten abbauen für diejenigen, die arbeiten und produzieren."

Befürworter und Kritiker

Prominente Unterstützer Bolsonaros im Ausland sind Ungarns rechtsnationaler Regierungschef Viktor Orban, die US-Regierung von Donald Trump, der Verteidigungsminister Mike Pompeo und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Bolsonaro bedankte sich via Twitter bereits beim US-Präsidenten für dessen Glückwünsche zur Amtseinführung.

Kritiker sehen durch Bolsonaros Pläne die junge Demokratie in Brasilien bedroht. Der Hauptmann der Reserve hatte sich immer wieder abfällig über Schwarze, Indigene und Homosexuelle geäußert und die Militärdiktatur in Brasilien gelobt. Bolsonaro hat angekündigt, keine weiteren Schutzgebiete für indigene Gemeinschaften auszuweisen und den Zugang zu Waffen zu erleichtern.

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