So überraschte der Mars uns 2018

So überraschte der Mars uns 2018
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Der Jubel bei der Nasa war groß, als die Mars-Sonde InSight eine Landung auf dem Roten Planeten hinlegte. Nach einer rund 485 Millionen Kilometer langen Reise war InSight auf die Mars-Atmosphäre getroffen. In den verbleibenden sieben Minuten bis zur Landung konnten die Ingenieure im Nasa-Kontrollzentrum nicht mehr eingreifen und nur noch hoffen das alles klappt. Jetzt konnte es losgehen.

Geologin Lu Pan von der Universität Lyon erklärt: "Zum ersten Mal wollen wir wirklich das Innere erforschen. Mit den anderen davor, Pathfinder, Curiosity, erforschten wir die Oberfläche von Mars. Ob da Wasser ist, oder Eis, wie sich das Klima über vier Milliarden Jahre geändert hat. Diese Mission ist anders. Wir haben jetzt tatsächlich ein Seismometer auf dem Mars."

Wetter auf dem Mars

Der Planet Mars hat den Ruf, für Überraschungen gut zu sein, und so war es auch 2018: Der Mars wartete mit einem Sandsturm auf.

Der feine Staub auf der Oberfläche wurde aufgewirbelt, der Ausblick von Curiosity wurde schnell dunkler. Für die Wissenschaftler eine einmalige Chance. Weltallforscherin Ann Carine Vandaele meint:

"Wir hatten gerade noch die Zeit, vorher einige Maßnahmen zu ergreifen, was den Referenzrahmen angeht, meine ich. Wir konnten so die Entwicklung dieses Sturms verfolgen, wie er sich von einem regionalen Sturm zu einem globalen entwickelte, und dann wie er abflachte und verschwand."

Leben auf dem roten Planeten

Dann gab es noch eine Überraschung: Unter dem Eis des Südpols des Mars fanden die Wissenschaftler erstmals einen See aus flüssigem Wasser. Er ist an die 20 Kilometer breit und befindet sich etwa 1,5 Kilometer unter dem Eis.

Hakan Svedhem vom ExoMars-Projekt der ESA sagt: "Das ist sehr wichtig. Flüssiges Wasser ist eine Voraussetzung für Leben. Das heißt jetzt nicht unbedingt, dass es Leben auf dem Mars gibt, aber das ist ein Punkt."

Die Forscher suchen weiter nach Leben auf dem Mars. Der europäisch-russische ExoMars Rover soll 2020 auf den Roten Planeten fliegen.

Nicolas Thomas von der Universität Bern: "Unser Bild vom Mars hat sich in den vergangenen 20 Jahren sehr geändert. Wir wissen jetzt viel mehr, was auf dem Mars geschieht. Das liegt daran, dass wir hochauflösende Technik einsetzen, sodass wir die Veränderungen mitverfolgen können."

Vielleicht werden Menschen in einem Jahrzehnt dort hinfliegen, das Unternehmen SpaceX will vor 2030 Menschen auf den Roten Planeten schicken.