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Eilmeldung

Mikrochips unter der Haut sollen das Leben von 4.000 Schweden erleichtern

Grab from report
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Kein Science-Fictionsondern Realität: Mehr als 4000 Schweden haben einen Mikrochip unter der Haut. Damit können sie unter anderem Türen öffnen - Schlüsselkarten sind passé.

Auch für den Kopierer oder das Bezahlen am Automaten kann man den Chip einsetzen. Kreditkarten kann man zuhause lassen.

Marianne Stjernvall

Auch Marianne Stjernvall, Web- und Datenspezialistin bei TUI, hat sich einen Mikrochip implantieren lassen.

"Den Chip habe ich immer dabei und das ist wirklich gut. Ich kann ihn nicht verlieren oder vergessen. Und, ich habe jederzeit Zugang zu meinem Arbeitsplatz."

Implantation der Mikrochips unter die Haut

Mikrochip

Der Chip ist ungefähr so lang wie ein Fingernagel und die Träger können selbst auswählen, wo er eingesetzt wird.

Mithilfe einer Spritze wird der Chip unter die Haut gepflanzt, normalerweise zwischen Daumen und Zeigefinger.

Die Sicherheit der Daten auf den Chips sei groß.

Jowan Österlund

Jowan Österlund, Geschäftsführer von BIOHAX International, sagte: "Alles kann gehackt werden. Aber es ist schwieriger, weil wir den Chip so klein gemacht haben. Die Haut wirkt wie eine echte physische Wand. Und wir haben die Reichweite der Übertragung begrenzt."

Die Mikrochips können nicht nur am Arbeitsplatz verwendet werden. Die Träger brauchen kein Zugticket auf Papier oder dem Smartphone mehr. Und Passwörter für soziale Netzwerke muss man sich auch nicht mehr merken.

Kritik an der Sicherheit der Mikrochips

Kritiker warnen jedoch vor möglichen Infektionen oder unvorhersehbaren Reaktionen des Immunsystems. Es gäbe noch zu wenig Studien darüber, wie sich die Chips auf den Körper auswirken.

Öffnen einer Tür mit dem Mikrochip

Auch der Datenschutz sei ein Problem. Je mehr Daten die Chips speichern können, desto höher sei das Risiko, dass diese missbraucht oder gegen den Träger verwendet werden.

Trend auch in Deutschland aktuell

Auch in Deutschland erfreuen sich die Mikrochips zunehmender Beliebtheit. Dort werden sie vor allem als elektronische Visitenkarte genutzt - wer den Chip mit dem Smartphone scannt, bekommt die Informationen des Trägers angezeigt.

In Deutschland sind die Menschen der neuen Technologie gegenüber aber tendenziell eher skeptischer eingestellt als beispielsweise in Schweden.

Das liegt laut Ben Libberton, ein Mikrobiologe, der für MAX IV Laboratory arbeitet, daran, dass Schweden ein kleineres Land ist. "Hier haben die meisten Menschen viel Vertrauen - auch in die Behörden", begründet er seine Aussage.