Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Wintermärchen oder Alptraum? In den Alpen schneit es weiter

Wintermärchen oder Alptraum? In den Alpen schneit es weiter
Copyright
REUTERS/Andreas Gebert
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Ein Wintermärchen für die einen, ein Alptraum für die anderen: der Süden Deutschlands und große Teile Österreichs versinken in Schneemassen. Mehr als ein Meter Neuschnee ist vielerorts in den vergangenen Tagen gefallen, und es schneit immer weiter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Unwetterwarnungen herausgegeben.

Verkehrsbehinderungen, Probleme im Bahn- und Flugverkehr, Lawinensprengungen, Warnungen vor Outdoor-Aktivitäten sind an der Tagesordnung.

Zahlreiche Unfälle auf den Straßen

In Bayern, aber auch im Schwarzwald, kam es durch zahlreiche Unfälle zu Verkehrsbehinderungen und Staus. In Oberbayern starb ein 19-Jähriger bei einem Autozusammenstoß auf schneeglatter Straße, vier weitere Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. Die A8 bei Siegsdorf musste zeitweise gesperrt werden, weil Bäume unter der Schneelast auf die Fahrbahn ragten. In einigen Teilen Bayerns fällt am Montag der Untericht aus.

In Österreich musste die Tauernautobahn zeitweise wegen einer Lawinensprengung gesperrt werden. Hinzu kam ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch den Ferienrückreiseverkehr.

Flughafen-Betrieb normalisiert sich wieder

Auf den Flughäfen - wie hier in München - hat sich die Lage entspannt - lediglich 15 Flüge mussten am Sonntag wetterbedingt ausfallen.

Fluggäste müssten sich dennoch auf Verzögerungen einstellen, vor allem wegen der Enteisung von Flugzeugen und der ständigen Räumung von Start-und Landebahnen. Nach massiven Einschränkungen auf dem Innsbrucker Flughafen hatte sich der Betrieb am Sonntag Morgen wieder normalisiert. Doch auch dort muss bei andauerndem Schneefall weiter mit Einschränkungen gerechnet werden.

Bäume stürzen auf Oberleitungen - etliche Streckensperrungen bei der Bahn

Rund 3000 Zugreisende saßen rund 4 Stunden in Leogang bei Kitzbühel auf offener Strecke fest - ein Baum war auf die Gleise gekracht, der Zug aufgefahren. Auch bei der deutschen Bahn gibt es wegen defekter Oberleitungen etliche Streckensperrungen, besonders südlich und westlich von München. Etliche Verbindungen im Allgäu und zum Beispiel Richtung Garmisch-Partenkirchen waren bis auf weiteres gesperrt.

Weiterhin hohe Lawinengefahr im gesamten Alpenraum

Im gesamten deutschen Alpenraum und in Teilen Österreichs gilt die zweithöchste Lawinenwarnstufe 4. Wegen des Lawinenrisikos blieb am Sonntag die Zufahrt in das Skigebiet Obertauern südlich von Salzburg weiterhin gesperrt. Im Wintersportort Saalbach-Hinterglemm waren zeitweise 12.000 Menschen von den Schneemassen eingeschlossen.

In den Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich waren zwischenzeitlich rund 14.000 Haushalte ohne Strom, weil Bäume und Äste Leitungen beschädigten.

20-Jährige stirbt durch Lawinenabgang

Am Teisenberg in den Chiemgauer Alpen starb eine 20-jährige Frau, die mit einer Gruppe Skitouren-Wanderer unterwegs war, als sie von einer Lawine verschüttet wurde. Ski-Gebiete, wie hier an der Zugspitze, wurden wegen des Windes geschlossen.

Weiter weiße Aussichten

Den Prognosen zufolge wird der Niederschlag im Alpenraum am Montag abnehmen, doch es gibt keine Entwarnung: Ab Wochenmitte wird wieder mit stärkeren Schneefällen gerechnet.