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Gabun: Militärputsch gescheitert

Gabun: Militärputsch gescheitert
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Im westafrikanischen Gabun ist ein Militärputsch gescheitert. Laut Medienberichten hatten Militärangehörige kurzzeitig den staatlichen Radiosender besetzt.

Mittlerweile sei die Situation unter Kontrolle, meldete die Regierung. Zwei Militäroffiziere sein getötet worden, sieben weitere verhaftet.

Der Rebellenführer sagte im besetzten Staatsradio, dass Präsident Ali Bongo seine Aufgaben nicht mehr länger wahrnehmen könne. Er verwies auch auf die Ermordung von Demonstranten nach den umstrittenen Wahlen 2016: "Die patriotische Jugendbewegung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte will die gefährdete Demokratie retten und die Integrität des Staatsgebiets und den nationalen Zusammenhalt wahren. Die Bewegung hat heute beschlossen, zu handeln, um die Kontrolle von denjenigen zu übernehmen, die in der Nacht des 31. August 2016 unsere jungen Landsleute mit Unterstützung illegitimer und illegaler Institutionen feige ermordet haben."

Gabun instabil seit den Wahlen 2016

Die Familie Bongo regiert das Ölförderland seit 1967. Ali Bongo gewann die Wiederwahl 2016 nur mit hauchdünnem Vorsprung.

Der Putschversuch fand statt, während sich Präsident Ali Bongo außer Landes in Marokko aufhält, um sich von einem Schlaganfall zu erholen. In einer aufgezeichneten Neujahrsansprache war der 59-jährige Präsident gezeichnet von seiner Krankheit undeutlich zu verstehen. Nach Experten war das möglicherweise der Anlaß für die Putschisten.

Der Putschversuch mag gescheitert sein, zeigt aber die Instabilität in Gabun, die seit den Wahlen anhält.

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