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Mazedonien-Abkommen: Nächste Herausforderung für Tsipras

Mazedonien-Abkommen: Nächste Herausforderung für Tsipras
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Der Sieg bei der Vertrauensfrage hat dem griechischen Premier Alexis Tsipras Rückenwind gegeben, nachdem er über der Mazedonien-Frage seinen rechtsnationalen Koalitionspartner und damit die sichere Mehrheit im Parlament verloren hatte.

Dass die griechischen Parlamentarier keine Neuwahlen wollten, bedeutet noch lange nicht, dass sie auch dem Mazedonienabkommen zustimmen werden. Eine Blockade des Abkommens und damit dem Beitritt Nord-Mazedoniens zu EU und Nato ist weiter möglich.

Andere Parlamentarier außerhalb der regierenden Syriza haben zwar ihre Unterstützung für das umstrittene Abkommen erklärt, sicher ist eine Mehrheit trotzdem nicht, da es nicht um Parteiräson, sondern emotional aufgeladene Fragen der nationalen Identität geht.

Das Abkommen sorgt in Griechenland wieder für eine sehr angespannte Atmosphäre, gerade in Nordgriechenland. Dort werden Bilder von Abgeordneten öffentlich ausgehängt, die für das Abkommen stimmen wollen - mit der Frage, ob sie ihre Heimat, ob sie das griechische Mazedonien verraten wollen.

Zugleich bleibt abzuwarten, wie sich die Mehrheitsverhältnisse in Athen sortieren werden, ob es wieder Stabilität im Parlament gibt.