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Kolumbien: Tausende Menschen protestieren gegen Terrorismus

Kolumbien: Tausende Menschen protestieren gegen Terrorismus
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In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá haben Tausende Menschen für Gerechtigkeit und gegen Terrorismus demonstriert.

Anlass ist der Bombenanschlag auf eine Polizeischule, bei dem mindestens 21 Menschen ums Leben kamen und weitere 70 verletzt wurden.

ELN bekennt sich zu dem Anschlag

Mittlerweile bekannte sich die linke Guerilla-Organisation ELN zu dem Anschlag.

Die Regierung hatte zuvor schon die Friedensgespräche für beendet erklärt.

Präsident Iván Duque sagte, die ausgesetzten Haftbefehle gegen die Führungsriege der Rebellengruppe würden wieder in Kraft gesetzt.

Während des Demonstrationsmarsches sagte er:

"Es ist ein Symbol des Patriotismus, des Gemeinsinns, der Einigkeit. Wir sind heute als einfache Bürger hier, die den Terrorismus und die Gewalt ablehnen und der Welt zeigen, dass dieses vereinte Land unbesiegbar ist. Heute werden wir dieser Helden gedenken, dieser Männer, die abscheulich getötet wurden. Wir werden sie mit dieser Geste der Einheit ehren."

In der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis wurde eine Messe für die Opfer gehalten.

Zuletzt gab es in dem südamerikanischen Land Hoffnung auf ein Ende des Terrorismus: 2016 hatte die kolombianische Regierung mit größten Rebellenorganisation FARC nach einem 50 Jahre währenden Konflikt ein Friedensabkommen geschlossen.

Die ELN ist die letzte noch aktive Guerilla-Gruppe.

Regierung und ELN werfen sich gegenseitg die Eskalation des Konfliktes vor.

Ein Polizist und zwei Frauen trauern in der Nähe des Anschlagortes.
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