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Adel und Geld: Rätsel um "Entführung" von 88-Jähriger

Adel und Geld: Rätsel um "Entführung" von 88-Jähriger
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Nachdem eine 88-Jährige im österreichischen Burgenland angeblich entführt worden war, hat die Polizei nun Entwarnung gegeben: Die betagte Frau ist bei ihrer Tochter im Tiroler Kitzbühel wieder aufgetaucht. Bis zuletzt hatten sich mehr als 100 Beamte an der internationalen Fahndung beteiligt.

Familienstreit um Esterhazy-Vermögen?

Bei der vermeintlich Entführten soll es sich um die Mutter von Stefan Ottrubay handeln, der das mehrere Hundert Millionen schwere Esterhazy-Vermögen verwaltet. Seit Jahren herrscht ein familieninterner Streit um das Geld.

Stefan Ottrubay ist der Neffe der letzten Fürstin Melinda Esterhazy, die eine gebürtige Ottrubay war. Sie setzte ihren Neffen Stefan im Dezember 2000 trotz des Widerstands der Familie Esterhazy für die Verwaltung des Vermögens ein. Das Vermögen der Esterhazy-Stiftungen beträgt mehr als 800 Millionen Euro.

Wie im Krimi: 88-Jährige in schwarze Limousine gesetzt

Nach Angaben der Polizei war die betagte Frau in Eisenstadt mit ihrer Pflegerin unterwegs gewesen, als neben ihr zwei schwarze Limousinen hielten. Die 88-Jährige wurde anschließend von ihrer eigenen Tochter in eines der Fahrzeuge gesetzt.

Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass die Mutter freiwillig und ohne Zwang mitgefahren ist. Das berichtete die Tageszeitung Kurier. Zuvor war von einer gewaltsamen Entführung die Rede gewesen und von einer familiären Auseinandersetzung um Macht und Geld.

Laut der Polizei handelt es sich um keine strafbare Handlung.