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Paris ruft Botschafter aus Rom zurück

Paris ruft Botschafter aus Rom zurück
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Die Beziehungen zwischen Frankreich und Italien verschlechtern sich zusehends. Nachdem der italienische Vizeregierungschef Luigi Di Maio Vertreter der französischen Protestbewegung der Gelbwesten in Frankreich getroffen hat, rief Paris seinen Botschafter aus Rom zurück. Die französische Regierung hatte die Aktion Di Maios zuvor scharf kritisiert.

Benjamin Griveaux, französischer Regierungssprecher:

"Seit Monaten wird Frankreich wiederholt von zwei Mitgliedern der italienischen Regierung, Herrn di Maio und Herrn Salvini, grundlos angegriffen. Sie haben dazu aufgerufen, gegen den Präsidenten zu stimmen, die "Gelbwesten" zu unterstützen und haben Frankreichs Initiativen in Afrika in Frage gestellt. Und dann der Besuch von Herrn di Maio in Frankreich, und wenn ein Minister einer ausländischen Regierung Frankreich besucht, um sich mit den Gelbwesten zu treffen, dann sollte man die Regierung entsprechend der Etikette, der Höflichkeit und der Diplomatie über den Besuch informieren."

Der Konflikt spielt sich vor dem Hintergrund der kommenden Europawahl ab: obwohl Di Maio und Salvini harte Konkurrenten in der Regierungskoalition sind, versuchen beide gegen gemeinsamen Gegner zu punkten.

Danilo Tonninello, italienischer Transportminister, versteht die Aufregung nicht:

"Die Tatsache, dass Di Maio und die 5-Sterne-Bewegung, eine große politische Kraft in Italien, Vertreter einer oppositionellen politischen Kraft in Frankreich treffen, ist weder seltsam noch soll es Druck auf die französische Regierung ausüben. Die wiederum ist in Europa auch mit Parteien verbündet, die in Italien Opposition sind, ist das irgendwie seltsam? Müssen wir dagegen protestieren, dass Macron mit Oppositionsparteien in Italien verbündet ist?

Die Populisten haben in den letzten Monaten viele Spitzen gegen Frankreich gesetzt, jetzt unterstützt ein Teil der italienischen Regierung offen die Gelbwesten. Mit Di Maios Aktion und der Abberufung des Botschafters hat die Fehde zwischen Paris und Rom einen neuen Höhepunkt erreicht.