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Katalonien-Streit: Anti-Regierungsproteste in Madrid

Katalonien-Streit: Anti-Regierungsproteste in Madrid
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In Madrid haben am Sonntag Tausende gegen Spaniens Minderheitsregierung demonstriert. Unter anderem wenden sich die Demonstranten gegen einen Vorschlag von Ministerpräsident Pedro Sanchez. Dieser hatte im Streit um die Unabhängigkeit Kataloniens einen Vermittler vorgeschlagen.

von Pedro Sanchez sei abgelaufen, sagt der Chef der Bürgerpartei, Pablo Casado. Und auch Albert Rivera von der Partei Ciudadanos sieht Sanchez am Ende seiner Laufbahn an der Spitze des Landes. Er fordert den Regierungschef auf, Neuwahlen auszurufen.

Prominente und Politiker aus anderen Ländern waren ebenfalls bei der Protestveranstaltung anwesend. Manuel Valls, ehemals französischer Ministerpräsident der Sozialisten, wehrte sich gegen mögliche Vorwürfe: "Ich war nicht bei der extremen Rechten. Wenn so unterschiedliche Menschen zusammenkommen, ist das immer die alte Debatte, in welche Schubladen man sie steckt. Aber hier sind Spanier, die ihre Verfassung verteidigen wollen."

Auf einer Veranstaltung der Linken in Santander reagierte Sanchez auf die Kritik: "Als Ministerpräsident versuche ich gerade, unter Achtung der Verfssung eine Lösung für die Staatskrise zu finden, die in der siebenjährigen Regierungszeit der Volkspartei noch verschlimmert wurde."

Sanchez steht einer Minderheitsregierung vor, seitdem sein Vorgänger Mariano Rajoy nach einem Misstrauensvotum sein Amt abgeben musste. Um regieren zu können, ist er unter anderem auf die Stimmen separatistischer Parteien aus Katalonien angewiesen.