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Gelbwesten-Schläge gegen Polizisten: Gefängnisstrafe für Ex-Boxer

Gelbwesten-Schläge gegen Polizisten: Gefängnisstrafe für Ex-Boxer
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REUTERS/Benoit Tessier
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Weil er Polizisten zusammengeschlagen hatte, ist ein Ex-Boxer und Gelbwesten-Anhänger zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Allerdings muss Christophe Dettinger nur nachts ins Gefängnis. Aber er muss seinen beiden Opfern 2.000 und 3.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft gefordert.

Der 37-jährige Ex-Boxprofi sagte, er bereue die Gewalt, er habe eine Frau verteidigen und für Gerechtigkeit sorgen wollen.

Der Anwalt der Frau, die Dettinger vor den Polizisten schützen wollte, Philippe de Veulle, verteidigte Dettinger und kritisierte die Gewalt der Sicherheitskräfte. Er sagte: "Dieser Mann ist ein Gendarm, das ist ein Soldat, der eine Ehre haben sollte, das bedeutet, dass man niemanden schlägt, der auf dem Boden liegt. Schon gar nicht eine Frau."

In Frankreich gehören Gendarmen, die auch zur Sicherheit bei Demonstrationen eingesetzt werden, zum Militär.

Doch der Anwalt eines der verletzten Polizisten verwies auf die Brutalität des Ex-Boxers. Thibault de Montbrial erklärte: "Bis heute leidet der Gendarm unter seinen Verletzungen, wir wissen nicht, ob er seinen Dienst wieder wird aufnehmen können. Das bedeutet, dass der Angriff von Herrn Dettinger sehr schwerwiegend war."

Das Video der Schläge des Ex-Boxers gegen die Gendarmen hatte einen Hype im Internet und vielfältige Diskussionen ausgelöst. Zudem gab es eine riesige Solidaritätswelle in Form von Spenden.