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Eskalationsgefahr zwischen Indien und Pakistan

Eskalationsgefahr zwischen Indien und Pakistan
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Ein Einsatz der indischen Luftwaffe in Pakistan hat für Empörung im Nachbarland gesorgt. Eigenen Angaben nach griff Indien mehrere Lager der als terroristisch eingestuften islamistischen Gruppierung Jaish-e-Mohammed an und tötete bis zu 300 Terroristen. Der Einsatz habe lediglich 21 Minuten gedauert, hieß es von indischer Seite. Die Kampfflugzeuge hätten Sprengkörper mit einer Gesamtlast von 1000 Kilogramm abgeworfen, teilte die Armee mit.

„Die indische Regierung ist fest entschlossen, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Terrorismusgefahr zu bekämpfen. Dieses präventive Vorgehen war gegen ein Lager von Jaish-e-Mohammed gerichtet“, sagte Indiens Außenminister Vijay Keshav Gokhale.

Jaish-e-Mohammed hatte die Verantwortung für einen Bombenanschlag übernommen, bei dem am 14. Februar in Indien 44 Menschen ums Leben kamen.

Sitzung des Nationalen Sicherheitskomitees

Pakistan dementierte den indischen Bericht. Laut Armee wurden die indischen Kampfflugzeuge von pakistanischen Maschinen zurückgedrängt. Es habe keine Opfer und auch keine Sachschäden gegeben. Asif Ghafoor, Generalmajor der pakistanischen Armee, warnte das Nachbarland, es könne sich „auf unsere Überraschung gefasst machen“. Pakistants Premierminister Imran Khan beraumte eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitskomitees an, er rief die Streitkräfte und die Zivilbevölkerung auf, für alle Eventualitäten gewappnet zu sein.